11.09.1825:
Ersterwähnung des "Vorwerks
Carlshorst".
Anfang Mai 1894:
Eröffnung des Bahnhofs Rennbahnhof Karlshorst. Er wurde am 1. Juli 1894 eingeweiht.
09.05.1894:
Eröffnungsrennen der Pferderennbahn, die
der Verein für Hindernisrennen von Westend nach Karlshorst
verlegt hatte.
28.05.1894:
Grundsteinlegung für die Stiftungshäuser
des Kaisers in der heutigen Lehndorffstraße. Sie wurden 1943
bei einem Luftangriff zerstört.
25.05.1895:
Unterzeichnung des "Koloniekonsens" der
Villen- und Landhaussiedlung Karlshorst.
1899-1902:
Zweijährige Bauzeit für den S-Bahnhof
Karlshorst, errichtet nach Plänen der Architekten Suadicani
und Karl Cornelius.
24.06.1901:
Amtliche Festlegung der Schreibweise
„Carlshorst“ in "Karlshorst".
1919 - 1921:
Nach einem vorrangig sozialen Konzept
baut der bekannte Architekt Peter Behrens die "Waldsiedlung"
mit Ein- bis Vierfamilienhäusern sowie Hausgärten und
Stallungen für die Kleintierhaltung.
06.12.1936: Weihe der katholischen St. Marienkirche. Das
Bauwerk ist den alten römischen Basiliken nachempfunden.
Zeitweise war in einer früheren kleinen Behelfskapelle auch
der junge Bernhard Lichtenberg tätig - später Berliner
Dompropst und konsequenter Gegner des NS-Regimes.
01.04.1937:
Die Eröffnung der Pionierschule I mit
knapp 20 Gebäuden, darunter das große Hörsaalgebäude an der
Zwieseler Straße, diente der Ausbildung der faschistischen
Wehrmacht. 1942 in „Festungspionierschule“ umbenannt, 1945
hier aufgelöst und nach österreich verlegt.
1939/40:
Zwangsarbeiterlager im OT Karlshorst
Fa. Furnierwerk Karlshorst,
Blockdammweg 62-68 (heute 38-58)
1939/40 Errichtung von Leichtbaubaracken
ab 1939: Polen
ab 1942: Polen, Franzosen
1939-1945:
Der Ortsteil weist 168 kriegszerstörte und
806 stark beschädigte Gebäude auf.
08.05.1945:
Im Offizierskasino der ehemaligen
Festungspionierschule in der Rheinsteinstraße wird vor dem
Oberkommando aller Länder der Anti-Hitler-Koalition die
bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht
unterzeichnet. Einen Tag später findet am gleichen Ort die
Gründung der Sowjetischen Militäradministration in
Deutschland (SMAD) statt.
Mai 1945:
Tausende Frauen, Kinder und ältere Männer
müssen innerhalb von 24 Stunden ihre Wohnungen und Häuser
verlassen. Zeitzeugen sprechen von einer hohen
Selbstmordrate.
10.10.1949:
Der Chef der SMAD, Armeegeneral Tschuikow,
übergibt dem Ministerpräsidenten der gerade gegründeten DDR,
Otto Grotewohl, offiziell alle
Verwaltungsfunktionen.
04.10.1950:
Das frühere Kant-Gymnasium an der
Treskowallee wird ein„Planökonomisches Institut“, ab 1954
Hochschule für ökonomie. Nach 1989 „Abwicklung“ der Schule.
1991 übernimmt die "Fachhochschule für Technik und
Wirtschaft" die Immobilie.
1956-1957:
Zwischen Marksburg- und Ilsestraße
entstehen die ersten versuchsweise Großblockbauten mit
Beton-Bauelementen sowie verschiedenartigen Grundrissen und
Fassaden.
19.06.1960:
Orgelweihe in der evangelischen Kirche
"Zur Frohen Botschaft". Die älteste erhaltene Orgel Berlins,
1753 bis 1755 von Peter Migend für Prinzessin Amalie von
Preußen erbaut, erklingt künftig in Karlshorst.
25.05.1963:
Karlshorst ist seit 1945 Sperrgebiet. 1949
werden Teile des Sperrgebietes aufgehoben. 1963 fallen die
letzten Sperrzäune. Sowjetische Militärangehörige und ihre
Familien bleiben in Karlshorst wohnen.
12.10.1966:
Ein bezirkseigenes Kulturhaus eröffnet in
der Treskowallee.
01.10.1979:
Bildung eines Möbelkombinats in Berlin,
sein Stammbetrieb geht aus dem 1964 fertiggestellten
Möbelwerk Karlshorst hervor. Das neuentwickelte
komplettierungsfähige Wohnzimmer "carat" ist das
Hauptprodukt bis in die 80er Jahre hinein. Seit 1991 DLW
Büromöbel GmbH.
04.01.1989:
Baubeginn der Hochstraße
„Edison-Knoten“
Dez. 1989:
Nach den politischen Umwälzungen in der DDR
wird ein verschwiegenes Kapitel der Karlshorster Geschichte
sichtbar. Das Ministerium für Staatsicherheit hatte in dem
Ortsteil zahlreiche "konspirative Objekte" unterhalten, die
nun ein Bürgerkomitee offen legte.
1990:
Der ehemalige Chor des Pionierpalastes der DDR
findet in der Schule in der Ehrenfelsstraße ein neues
Zuhause. Der "Canzonetta-Chor" gehört mit zu den größten
Chören Berlins.
17. - 18.03.1990:
Im Ausstellungszentrum des VKSK
findet erstmals gesamtdeutsch eine Rassehundeausstellung
statt.
05.10.1991:
Auf dem früheren Gelände des 1930
errichteten St. Antonius-Krankenhauses eröffnet die
"Katholische Fachhochschule Berlin" ihren
Lehrbetrieb.
25.08.1994:
Mit der Karlshorster Garnison übergab der
Oberkommandierende der GUS-Armee den letzten Militärkomplex
der aus Deutschland abziehenden GUS-Truppen.
10.05.1995:
Das wiedereröffnete Museum in der
Rheinsteinstraße stellt eine neue Ausstellung über die
deutsch-russischen Beziehungen seit 1917 vor. Insgesamt
wurde der thematische Rahmen erweitert und durch bis dahin
vernachlässigte Aspekte ergänzt. Unverändert erhalten bleibt
der Saal, in dem die Kapitulation der deutschen Wehrmacht
stattfand.
28.08.1998:
Richtfest im Einkaufszentrum des
umgestalteten alten Rennbahnhofes Karlshorst, der
ursprünglich bis 1928 als Bahnhof mit Stationsgebäude für
die Trabrennbahn diente.
Anfang 2003:
Beginn des Abrisses der russischen Kerserne.
Sie stand seit 1994 leer.
7. Mai 2004:
Die ersten Stolpersteine wurden zu Ehren der dem Naziterror zum Opfer gefallenen verlegt. Die Stolpersteine erinnern in unserem unmittelbaren Lebensumfeld an die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgter, Homosexueller, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer.
25. Mai 2005:
Im Rahmen der Feierlichkeiten zu 110 Jahren
Karlshorst, Wiederaufstellung des Gründungssteins.
25.-29. Mai 2005:
Feierlichkeiten zu 110 Jahren
Karlshorst.
August 2006:
Herstellung des Europaradweges R1 - Hegemeister Weg
1. Bauabschnitt Hegemeisterweg/Treskowallee bis Liepnitzstraße
8. Juni bis 10. Juni 2007
:
1. Deutsch- Russische (sowjetische) Festtage nach dem Mauerfall 1989 in Berlin-Karlshorst. Sie sollen künftig jährlich stattfinden.
2009:
Das Theater Karlshorst wird saniert. In ihm befindet sich jetzt die Aussenstelle der Schostakowitsch Musikschule
Christine Steer, Heimatmuseum bis 1998